Corona-Virus auf den Kanaren: Besonders Teneriffa erwartet starken Infektions-Anstieg


Die Kanarischen Inseln weisen die niedrigste Rate an Corona-Patienten auf. Dennoch erwartet die regionale Regierung eine starke Zunahme der Covid-19-Fälle. Insbesondere auf Teneriffa rechnen die Behörden mit einer starken Wachstumsrate.

Die kanarische Gesundheitsministerin Teresa Cruz Oval erklärte am Dienstag, dass „die Corona-Erkrankungen weiter zunehmen werden. Wir bereiten uns darauf vor, mit den wachsenden Fällen zurecht zu kommen, die wir insbesondere auf der Insel Teneriffa erwarten.“

Auf den Kanarischen Inseln sind derzeit 6,6 von 100.000 Einwohnern am Corona-Virus erkrankt. Dies ist die drittniedrigste Rate in ganz Spanien. Insbesondere auf Teneriffa erwarten die Experten jedoch eine starke Zunahme, da hier bereits jetzt täglich die meisten Fälle auf dem Archipel hinzu kämen.

Corona-Virus: Kanaren fordern Schutzkleidung und Schnelltests aus Madrid an

Der kanarische Gesundheitsdienst rechnet in den kommenden 15 Tagen – insbesondere auf Teneriffa – mit einer stark erhöhten Nachfrage nach Corona-Tests und Schutzkleidung. Sowohl die Tests zur Diagnose des Covid-19-Virus als auch die Ausrüstung für medizinisches Personal seien derzeit nicht in ausreichender Stückzahl vorrätig und würden dringend benötigt, hieß es.

Cruz Oval hat den spanischen Staat nach eigener Aussage bereits aufgefordert, die Materialien zeitnah zur Verfügung zu stellen. Man sei zuversichtlich, rechtzeitig über die dringend benötigte Ausrüstung zu verfügen, beschwichtigte sie.

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Auf der anderen Seite gilt die Rate der schweren Corona-Erkrankungen auf den Kanaren als niedrig. Derzeit werden nur 13 der insgesamt 138 akuten Corona-Fälle auf Intensivstationen behandelt. Auch die Sterblichkeitsrate sei mit zwei Fällen vergleichsweise gering – insbesondere, da es sich bei den Verstorbenen um Patienten mit starken Vorerkrankungen handle.

Die kanarische Gesundheitsministerin hat die Bevölkerung nochmals darum gebeten, die Tipps für richtiges Händewaschen ernst zu nehmen und sowohl die Ausgangssperre zu befolgen als auch Blut zu spenden, das derzeit dringend benötigt werde. Zudem sei es wichtig, dass alle Anwohner und Gäste der Kanarischen Inseln die Ruhe bewahren, sagte sie weiter.

Geduld könnte in den kommenden Wochen noch dringend benötigt werden: Erst am Montag hatten verschiedene Politiker erklärt, dass die aktuelle Ausgangssperre verlängert und die darin geltenden Maßnahmen verschärft werden könnten.

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Mehr Infos zum Autor gibt es hier.