El Hierro verschlechtert sich, spätere Ausgangssperre für Teneriffa und Gran Canaria


Die kanarische Regierung hat die Zuordnung der einzelnen Inseln erneut überarbeitet. Zudem werden die Maßnahmen zur Corona-Prävention leicht verändert. Das sind die Neuerungen und Fristen.

Lesedauer: 3 Min.

El Hierro verzeichnet weiterhin zu viele Corona-Fälle. Zwar hat die Insel durch ihre geringe Bewohnerzahl nicht viele aktive Fälle, dennoch liegt die Inzidenz zu hoch, um sie in der ersten Corona-Stufe („grüne Ampel“) zu belassen. Die Regierung der Kanarischen Inseln stufte sie entsprechend zurück und nahm den Bewohnern der Insel damit einige Privilegien.

Für Teneriffa und Gran Canaria änderte sich auf den ersten Blick nichts. Die Inseln verbleiben aufgrund ihrer Covid-19-Werte in der dritten Warnstufe („rote Ampel“). Dennoch traf die Kritik einiger Regierungsberater offenbar einen Nerv. In den vergangenen Wochen war über die Sperrstunde diskutiert worden. Das Ergebnis: Anstatt bereits um 22 Uhr, gilt die Ausgangssperre nun analog zur zweiten Stufe („gelbe Ampel“) zwischen 23 und 6 Uhr.

Auch die Schließzeiten von Restaurants und Bars sollen entsprechend verschoben werden. Die Reisebeschränkung zwischen einzelnen Inseln soll ebenfalls wieder aufgehoben werden. Benötigt würde dann allerdings weiterhin ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt sein darf.

Mit den Entscheidungen trägt die Regierung der Kanarischen Inseln nicht nur Kritik aus dem eigenen Beraterstab Sorge, sondern reagiert auch auf Arbeitgeberverbände. Diese hatten ebenfalls leichte Lockerungen gefordert.

In der Folge sollen weitere Privilegien für Restaurants ermöglicht werden. Diese gelten dann in der Warnstufe eins und zwei. Kunden sollen Name und Kontaktdaten hinterlegen. Diese werden für einen Monat gespeichert, um mögliche Rückverfolgungen anstoßen zu können.

Situation auf Gran Canaria und Teneriffa „besorgniserregend“

Regierungssprecher Julio Pérez betonte am Donnerstag erneut die Verschiedenartigkeit der Pandemie-Auswirkungen für die verschiedenen Kanarischen Inseln. Insbesondere die Lage auf den beiden großen Inseln sei schlecht: „Auf Teneriffa und Gran Canaria liegt die Zahl der Infektionen nach wie vor auf einem Niveau, das nach den Kriterien des öffentlichen Gesundheitswesens besorgniserregend ist.“

Die Corona-Fallzahlen seien in den vergangenen zwei Wochen auf etwa 80 auf Gran Canaria und 100 auf Teneriffa gestiegen, was deutlich zu viel sei. „Es wird für mich immer schwieriger, die richtigen Worte zu finden, um unsere Besorgnis auszudrücken“, sagte der regionale Regierungsvertreter.

Immerhin sei die Lage mit Ausnahme von El Hierro auf allen Inseln einigermaßen stabil. „Wir sind daran interessiert, uns auf jede Insel einzeln zu konzentrieren, um Einzelpersonen, Familien und die Wirtschaft anzusprechen und weiterhin die Regeln einzuhalten, die von der Mehrheit der Bevölkerung befolgt werden“, sagte Pérez.

Kanaren: Lockerungen der Corona-Maßnahmen treten bald in Kraft

In Bezug auf die Lockerungen räumte er ein, dass es widersprüchlich wirken könne, Gran Canaria und Teneriffa in derselben Stufe zu belassen, über Besorgnis zu sprechen und dann trotzdem die Maßnahmen leicht zu lockern: „Wir haben festgestellt, dass einige dieser Beschränkungen gelockert werden können, da diejenigen, die sie anwenden, immer besser werden und ihre Bereitschaft, sie einzuhalten, hoch ist“, erklärte sich der Regierungssprecher.

Die Neuerungen treten in Kraft, sobald sie im kanarischen Amtsblatt veröffentlicht wurden. Gelten sollen die Regeln vorerst bis mindestens zum 29. April. Die Rückstufung El Hierros gilt bis mindestens zum 6. Mai.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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