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Neue Tigermücken-Fälle auf den Kanaren – erstmals auch auf Gran Canaria


Auf Teneriffa kämpfen die Behörden schon lange gegen Tigermücken. Nun kommt auch Gran Canaria hinzu. Die Insekten können Denguefieber und Zika übertragen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

In den Kreuzfahrt-Häfen von Las Palmas und Santa Cruz auf den Kanaren sind zwei Exemplare der Tigermücke entdeckt worden. Konkret geht es um eine Gelbfiebermücke auf Gran Canaria und eine Asiatische Tigermücke auf Teneriffa. Damit ist Gran Canaria erstmals auch betroffen.

Zuvor war die Tigermücke unter anderem auf Teneriffa gejagt worden. Mehrfach wurden an verschiedenen Stellen Tigermücken in eigens dafür aufgestellten Fallen entdeckt. Daraufhin wurden verschiedene Protokolle aktiviert.

Die Kanaren versuchen seit Jahren, die Tigermücke auszurotten. Die Insekten können verschiedene Krankheiten wie Gelbfieber, Denguefieber oder das Zika-Virus übertragen. Woran das hauptsächlich liegt:

Tigermücke: Kanaren aktivieren Sicherheitsprotokoll

Als Hauptgrund für die wiederholten Funde gilt die Kreuzfahrt-Branche. Auf den Nachbar-Archipelen der Kanarischen Inseln sind die Tigermücken bereits so weit verbreitet, dass eine Ausrottung der Tigermücken unmöglich scheint.

Insbesondere durch Kreuzfahrtschiffe werden die Insekten weitergetragen. Und so achten die Behörden auf den Kanarischen Inseln insbesondere an den Terminals auf die Sicherheitsprotokolle.

“Nach diesen Entdeckungen in bestimmten Gebieten beider Inseln wurde das Protokoll des Überwachungssystems aktiviert. Unter anderem mit der Installation von Fallen in den umliegenden Gebieten und dem Beginn der Inspektion und Lokalisierung möglicher Brutstätten”, hieß es seitens der Gesundheitsbehörden.

Woran erkenne ich eine Tigermücke?

Die Überwachungseinheiten des öffentlichen Gesundheitswesens und das Universitätsinstitut für Tropenkrankheiten der Universität La Laguna auf Teneriffa (ULL) haben bereits mit ersten Präventionsmaßnahmen begonnen. Dazu zählt unter anderem das Aufstellen weiterer Fallen – zusätzlich zu den ohnehin bereits festgelegten Stellen.

Tigermücken sind an der namengebenden, getigerten Färbung erkennbar. Die Behörden erinnern daran, dass die Insekten normalerweise tagsüber und nicht nachts stechen. Tigermücken sind leiser als normale Mücken. Ein Surren ist meist nicht zu hören. Der Stich der Tigermücke verursacht im Regelfall eine starke Entzündungsreaktion.

Kanaren haben Melde-System für Tigermücken-Funde eingerichtet

Die Tiere können, müssen aber keine Viren verbreiten. Zwischen 2017 und 2021 wurden auf den Kanarischen Inseln 24 Fälle von Dengue-Fieber festgestellt. Davon gingen allerdings rund 85 Prozent auf Aufenthalte in Kuba zurück.

Dennoch ist bei den Insekten Vorsicht geboten. Wer glaubt, eine Tigermücke entdeckt zu haben, wird gebeten, den Fund umgehend mit genauem Standort und Kontaktdaten sowie am besten mit einem Foto zu melden. Eigens dafür wurde die E-Mail-Adresse vectores.scs@gobiernodecanarias.org eingerichtet.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

Ihre Meinung

Kommentare zu:

Neue Tigermücken-Fälle auf den Kanaren – erstmals auch auf Gran Canaria


  1. Norbert Minke schrieb am

    Wir haben in unserem Appartement in Puerto de la Cruz eine Stechmücke entdeckt, die wohl keine Tigermücke ist.
    Da wir Stechmücken bisher in Puerto de la Cruz nicht beobachtet haben, wollten wir dennoch ein Foto über die im Text genannte Mailadresse einsenden. Leider gab es für diese Adresse eine Fehlermeldung. Ist diese im Text vielleicht falsch?
    Gruß, Norbert

    • Teneriffa News schrieb am

      Lieber Norbert, vielen Dank für Ihren Hinweis! Wir haben die Adresse vergleichen. Sie stimmt. Möglicherweise gibt es beim Empfänger grade ein Problem.

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