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Millionen-Projekt: Teneriffa saniert marodes Trinkwasser-Netz


Die Wasserversorgung während der trockenen Sommermonate bleibt auf den Kanarischen Inseln ein Problem. Auf Teneriffa soll nun im besonders stark betroffenen Nordwesten gehandelt werden. Es werden mehrere Millionen Euro investiert.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Bis zu 68 Prozent des Trinkwassers im Nordwesten Teneriffas versickert im Boden. Das Leitungsnetz ist so marode, dass mehr als zwei Drittel einfach verloren gehen. Und das in Gebieten, die Jahr für Jahr mit Trockenheit zu kämpfen haben.

Zuletzt riefen einzelne Bürgermeister der betroffenen Regionen ihre Einwohner dazu auf, sparsam mit dem vorhandenen Trinkwasser umzugehen. Im Kontext der aktuellen Zahlen zu versickerndem Wasser aufgrund maroder Infrastrukturen, wirkt das beinahe grotesk.

Teneriffas Insel-Präsident Pedro Martín hat sich mit den Bürgermeistern von sieben Gemeinden getroffen, um die Problematik zu diskutieren. Vertreten waren die Stadtoberhäupter von Buenavista del Norte, Los Silos, Garachico, El Tanque, Icod de los Vinos, La Guancha und San Juan de la Rambla.

Auch der Inselrat für nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung des Klimawandels, Javier Rodríguez Medina, sowie der Inselrat für Landwirtschaft, Javier Parilla, der Inselrat für kommunale Zusammenarbeit und Wohnungsbau, Zebenzuí Chinea, und der Geschäftsführer des Wasserwirtschaftsamts von Teneriffa, Javier Davara, waren zugegen. Gemeinsam wurde über die aktuelle Situation diskutiert.

Teneriffa: Zwei von drei Litern Wasser gehen verloren

Am Ende des Treffens stand fest dass das Wassernetz saniert werden soll. Verbaut werden soll dann auch eine Technologie, die dabei hilft, Lecks frühzeitig zu lokalisieren. Zudem sollen die Wassermengen innerhalb des Systems optimiert werden. Dadurch werde die Effizienz deutlich gesteigert, hieß es. Aktuell gehen örtlich bis zu zwei von drei Litern Wasser verloren.

Wenn das Projekt erfolgreich abgeschlossen wird, sollen drei Millionen Euro an Verlusten eingespart werden – und das jedes Jahr. Entsprechend wird sich auch die Inselverwaltung an dem Projekt beteiligen. Sie stellte in Aussicht, dem Projekt mehr als 2,2 Millionen Euro beizusteuern.

Ferner soll das neue Trinkwasser-Reservoir von Cruz de los Tarifes in La Guancha vorangetrieben werden. Von dem Projekt soll die gesamten Region profitieren. Bereitgestellt wurden bereits 2,8 Millionen Euro. Außerdem sagte Parilla, dass das Wasserbecken Llanos de María in San Juan de la Rambla neu abgedichtet werden soll, um auch dort aktuelle Wasserverluste zu minimieren.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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