Polizei fasst „Pink Panther“-Bandenmitglieder auf Teneriffa

Durch Zufall hat die Polizei von Arona am Freitag Mitglieder der berüchtigten „Pink Panther“-Bande geschnappt. Die Männer waren den Beamten aufgrund eines brutalen Raubüberfalls aufgefallen. Erst nach der Festnahme stellten sie fest, wen genau sie soeben geschnappt hatten.

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Die beiden Männer hatten eine Frau bei dem Überfall so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die zufällig vorbeifahrenden Beamten schalteten schnell und verfolgten die Täter umgehend. Nach einer längeren Verfolgungsjagd konnten die Polizisten schließlich beide Männer festnehmen.

Erst bei der Überprüfung der Personalien dämmerte es den Gesetzeshütern: Sie bemerkten, dass sie es mit professionellen Verbrechern zu tun hatten. Bei darauf folgenden Hausdurchsuchungen wurde Diebesgut unter anderem aus dem schweren Juwelenraub im April in Costa Adeje sichergestellt.

„Pink Panther“-Bande hat bereits 300 Millionen Euro erbeutet

Damals hatte die Bande Schmuck im Wert von rund 1,5 Millionen Euro bei einem Überfall auf einen Juwelier erbeutet. Schnell war den Ermittlern klar, dass die Vorgehensweise typisch für die „Pink Panther“-Bande war, die weltweit bereits mehr als 300 Millionen Euro Beute gemacht haben soll und bereits seit vielen Jahren von Interpol gejagt wird.

Erstmals in Erscheinung trat die laut Ermittlern bis zu 200 Mann starke „Pink Panther“-Bande im Jahr 1999. Sie stammt aus dem Balkangebiet und gilt als eine Art Netzwerk für Profi-Diebe. Innerhalb dieses Netzes sollen wiederum kleinere Banden organisiert sein, die schließlich die einzelnen Überfälle begehen.

Der zufällige Zugriff in Arona gilt daher als ganz besonderer Fang. Auch Interpol soll bereits Interesse an Vernehmungen der gestellten Personen angemeldet haben. Die Verbrecher wurden zunächst dem Haftrichter auf Teneriffa vorgeführt. Über weitere Schritte soll im Anschluss beraten werden.

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Aktuelle Nachrichten, Arona, Costa Adeje

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