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Wohnungsmangel auf Teneriffa: La Laguna will alte Kasernen umbauen


Der Wohnungsmangel auf Teneriffa macht erfinderisch: La Laguna im Norden der Kanaren-Insel will jetzt ehemalige Kasernen kaufen und umbauen.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 3 Minuten

Wassermangel, zu wenig Wohnraum und immer höhere Mieten stellen die Politik auf den Kanaren vor große Herausforderungen. Die Metropolregion im Norden von Teneriffa geht daher neue Wege.

Die Stadt-Politik von La Laguna prüft den Ankauf ehemaliger Militär-Gelände. Die früheren Kasernen sollen zu neuem Wohnraum umgebaut werden. Diskutiert wurde die Maßnahme nun bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bürgermeister von La Laguna, Luis Yeray Gutiérrez, sowie Teneriffas Inselpräsidentin Rosa Dávila und weiteren Bürgermeistern der Region.

Die zentrale Idee: Der Umbau ehemaliger Kasernenanlagen zu neuem Wohnraum. Auf diese Weise solle der Wohnungsmangel eingedämmt werden, der auf den Kanaren im Allgemeinen und speziell in Teneriffas Norden immer skurrilere Blüten treibt (mehr dazu unten). Und so lauten die Ideen.

Wassermangel und fehlender Wohnraum auf Teneriffa

Neben dem Thema Wohnraum auf Teneriffa ging es bei dem Treffen auch um die Errichtung mobiler Entsalzungsanlagen. Sie sind nötig, nachdem in dieser Woche der Wasserstand der Stauseen auf der größten Kanaren-Insel als kritisch bezeichnet und zum Wassersparen gemahnt wurde.

Doch das zentrale Thema blieb der Wohnraum auf den Kanarischen Inseln. Und so wurde die Idee diskutiert, Armeeland bei La Laguna für dessen voraussichtliche Nutzung als Sozialwohnungen zu erwerben.

Diskussionen um Nutzung der Kasernen in Teneriffas Norden

“Wir sind in der Lage, das Land der drei Kasernen Cristo, Ingenieros und Ofra zu erwerben”, sagte die Inselpräsidentin. Eine solche Übernahme werde laut Dávila “eine wichtige Entlastung” für den Wohnungsmangel in dem Gebiet bedeuten. Außerdem würde sie “die Wiederbelebung des El-Cristo-Gebiets” einleiten.

Dem Bürgermeister geht das im Fall von El Cristo zu schnell. Er wies darauf hin, dass das Grundstück zunächst erworben werden müsse. Danach könne über die Nutzungsmöglichkeiten diskutiert werden. Mit anderen Worten: Ob alle drei Gelände für Wohnraum genutzt werden sollen, sei politische Verhandlungsmasse.

Teneriffa: Wohnen in ehemaliger Kaserne?

Doch laut Teilnehmerkreis gebe es bereits “erste Annäherungen” zwischen beiden Parteien. Im nächsten Schritt solle daher ein Treffen mit Militärverantwortlichen stattfinden, um Übernahmemöglichkeiten zu erörtern.

“Die Gemeinde La Laguna weiß, dass es sich um zwei sehr wichtige Grundstücke handelt, die nicht nur die Attraktivität der Umgebung erhöhen, sondern auch die Möglichkeit bieten, sie für neuen Wohnraum zu nutzen”, sagte der Bürgermeister.

Aktuell ist eine der Kasernen noch in Betrieb. Aus diesem Grund muss zunächst auch das Verteidigungsministerium darüber entscheiden, ob und wann das Militär aus der La-Cuesta-Kaserne abrücken kann.

Wohnungs- und Wassermangel: Teneriffas Präsidentin fordert Unterstützung aus Madrid

Dávila nahm auch die spanische Zentralregierung in die Pflicht. Teneriffas Präsidentin sagte: “Wir glauben, dass die spanische Regierung bereit sein wird, sich mit der seit vielen Jahren bestehenden Situation der Menschen hier zu befassen.” Dann versicherte Dávila, seitens der Kanaren-Insel ebenfalls wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung stellen zu wollen.

Mit Blick auf den drohenden Wassernotstand wurde bei dem Treffen erörtert, wo und wann eine Entsalzungsanlage für die metropolregion rund um La Laguna und Santa Cruz de Tenerife aufgestellt werden könne. Dávila erklärte, dass mehr als 55 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Dazu arbeite das Cabildo von Teneriffa derzeit daran, die Fristen zu verkürzen. Im nächsten Schritt sollen dann die Arbeiten zur Umsetzung des Großprojekts beginnen.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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