Die Corona-Krise sorgt weiter für Diskussionsstoff. Nachdem die spanische Regierung den kanarischen Vorstoß für eine Deeskalation in vier Schritten abgelehnt hatte, starteten die Spekulationen über das weitere Vorgehen. Wir sagen, was wahrscheinlich ist.
Der Vier-Stufen-Plan der kanarischen Regierung hatte vorgesehen, dass ab dem 2. Mai wieder jedermann alle zwei Tage für eine Stunde ausgehen darf. Zudem sollte individueller Sport erlaubt werden. In mehreren Schritten sollten zunächst wieder Friseure öffnen und nach drei Wochen sogar die Strände wieder genutzt werden dürfen. In Woche vier wollte die Regierung der Kanarischen Inseln dann auch Flüge zwischen einzelnen Inseln erlauben. Der Tourismus sollte hingegen frühestens im September wieder aufgenommen werden.
Doch Madrid machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Es solle keine Alleingänge einzelner Regionen geben, hieß es in der Begründung. Der Frust, der sich in sozialen Netzwerken entlud, war immens. Schnell entstanden Gerüchte, dass die Ausgangssperre ab Montag erneut verlängert werde. Doch nun sprach Ministerpräsident Pedro Sánchez den Spaniern Mut zu.
Corona-Krise auf den Kanaren: Lockerung der Ausgangssperre ab 2. Mai denkbar
Wenn die Maßnahme, dass Kinder bis 14 Jahre seit Sonntag in Begleitung Erwachsener wieder ausgehen dürfen, nicht zu einem drastischen Anstieg der Covid-19-Infektionen führe, seien Lockerungen auch für Erwachsene ab dem 2. Mai denkbar. Am Dienstag solle darüber beraten werden, entsprechende Pläne würden rechtzeitig kommuniziert, hieß es. Allerdings betonte Sánchez auch, dass dies in jedem Fall schrittweise vollzogen würde. Eine Lockerung auf einen Schlag werde es nicht geben.
Für die Lockerung der Maßnahmen sei jedoch Disziplin vonnöten. Und genau diese vermissten die Ordnungshüter vieler Regionen Spaniens am Sonntag. Mit der Erlaubnis, dass Kinder wieder stundenweise ausgehen dürfen, ignorierten in vielen Regionen des Landes Eltern die Abstandsregelungen. Auch das Verbot, Spielplätze zu nutzen, wurde vielerorts nicht eingehalten. Bilder von vollen Promenaden machten in sozialen Netzwerken die Runde.
Kein Wunder, dass Sánchez für den Fall einer Lockerung betonte, wie wichtig die klare Ausweisung und das Einhalten der Anweisungen sei. „Alle spanischen Regionen wollen das Gleiche“, sagte Sánchez: „Und gemeinsam wird das umgesetzt.“
Die dafür notwendigen Maßnahmen würden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse geplant. Dann würden sie mit den autonomen Gemeinschaften besprochen und umgesetzt. „Wir sind nicht in einem Wettkampf, in dem der Schnellste gewinnt. Die weniger betroffenen Gebiete müssen Geduld haben, damit wir als Einheit an das gesteckte Ziel kommen“, sagte Sánchez mit Blick auf die Regionen, die die schlimmsten Corona-Zeiten voraussichtlich schon hinter sich haben. Die Kanaren sind Stand jetzt eine davon.
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Corona-Krise auf den Kanaren: Kommen die Lockerungen zum 2. Mai?
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