Kanaren: Unwetter bringt Zerstörung und Überschwemmungen

Die Unwetter auf den Kanarischen Inseln haben stellenweise starke Zerstörungen angerichtet. In höheren Lagen kam es auf einigen Inseln zu Erdrutschen. An den Küsten gab es zudem Überschwemmungen und örtlich auch Zerstörung durch hohe Wellen. In der zweiten Wochen-Hälfte wurden die Warnstufen für einige Inseln geändert. Aus Sicherheitsgründen wurde örtlich auch die Schule abgesagt.

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Zerstörung durch hohe Wellen und Erdrutsche

In den höheren Lagen gab es bereits am Montag und Dienstag bedingt durch die starken Niederschläge zahlreiche Erdrutsche. Die Regierung der betroffenen Kanaren-Inseln entsandte Aufräumtrupps, um die Straßen zu räumen und Gefahrenpotenziale zu beseitigen.

An den Küsten kam es zudem bedingt durch hohe Wellen und die in Richtung Atlantik fließenden Sturzbäche Überschwemmungen und stellenweise Zerstörung. So musste beispielsweise der berühmte „Lago Martiánez“ in Puerto de la Cruz auf Teneriffa geschlossen werden. Das in die Brandung hineingebaute Schwimmbad wurde von den bis zu fünfeinhalb Meter hohen Wellen arg in Mitleidenschaft gezogen (Foto oben). Dort stehen in den kommenden Tagen Aufräum- und Sanierungsarbeiten an. Gleiches gilt für zahlreiche weitere Küstenabschnitte auf den Kanarischen Inseln (Video unten).

Wetter-Aussichten und Unwetter-Warnungen für die Kanaren

Am Mittwoch wurden die Unwetter-Warnungen für die westlichen Inseln zunächst heruntergestuft. Im östlichen Teil der Kanarischen Inseln bleibt die Lage dagegen weiter angespannt. So gilt für Fuerteventura und Lanzarote komplett sowie für den südlichen Teil Gran Canarias weiterhin Alarmstufe orange. Auf Fuerteventura und Lanzarote wurde zudem aus Sicherheitsgründen die Schule abgesagt.

Für den Norden von Gran Canaria sowie den Süden von Teneriffa wurde die Warnstufe dagegen auf gelb herabgesetzt. Gleiches gilt für La Gomera und El Hierro. Lediglich für den Norden Teneriffas und die Ost-Flanke La Palmas gibt es schon ab Mittwoch keine Regen-Warnung mehr. Sturm-Warnungen herrschen zudem nur noch für Fuerteventura und Lanzarote. Dort gilt die Stufe gelb.

Für Donnerstag sagen die Meteorologen des spanischen Wetteramts „Aemet“ bereits eine deutliche Besserung voraus. Im Süden Gran Canarias gilt dann noch Wetter-Warnstufe gelb. Auf den übrigen Teilen der Kanaren soll sich dann bereits wieder Besserung einstellen. Ab Freitag sind nach derzeitigem Stand keine Wetterwarnungen mehr zu erwarten. Örtliche Niederschläge, teilweise auch mit starken Regenfällen, sind dennoch weiterhin wahrscheinlich. Auch erneute Warnungen sind nicht auszuschließen, da sich das Wetter auf den Kanarischen Inseln schnell drehen kann.

Weiterhin Vorsicht vor hohen Wellen geboten

Auch wenn bedingt durch die Wetterbesserung die meisten Warnungen aufgehoben wurden, ist in Küstennähe weiterhin äußerste Vorsicht geboten. Die Brandung wird noch einige Tage aufgewühlt bleiben. Vereinzelte sehr hohe Wellen sind daher auch in den kommenden Tagen weiter möglich. Auch an den meisten Stränden werden die Badeverbote entsprechend bestehen bleiben. Die Regierung der Kanarischen Inseln weist erneut darauf hin, unbedingt die Warnbeflaggung zu beachten und ernst zu nehmen. Die offiziellen Verhaltensregeln für Unwetter auf den Kanaren sehen Sie hier.

Die aktuelle Wettervorhersage

Sehen Sie jetzt:
Fotos: Darum sollten Sie eine
Wellenwarnung ernst nehmen
Mojo: Eine typisch kanarische Sauce

Zur Wetterlage bleiben Sie am besten informiert, indem Sie die aktuelle Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln im Blick behalten. Über die nachfolgenden Links finden Sie direkt zu den Wetterberichten für TeneriffaFuerteventura, LanzaroteGran CanariaLa Gomera, El Hierro und La Palma.

Alles rund um die Unwetter auf den Kanarischen Inseln finden Sie zudem hier. Alle weiteren aktuellen News gibt es hier.

Wie schnell die Wassermassen ganze Straßenzüge überschwemmen können, sehen Sie auf den nachfolgenden Amateuraufnahmen aus Garachico auf Teneriffa:

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