Trotz Wetter-Alarm auf Teneriffa: Nächster Wanderer muss gerettet werden


Schon wieder hat ein rücksichtsloser Wanderer sich und andere in Gefahr gebracht. Der Mann war trotz höchster Wetter-Warnstufe in ein nur sehr schwer zugängliches Gebiet in der Nähe von Masca, den Barranco Seco, aufgebrochen. Erst am Sonntag mussten acht Touristen auf Teneriffa gerettet werden. Die Gruppe war ebenfalls trotz Wetter-Warnung in die Schlucht von Masca aufgebrochen. Den rücksichtslosen Wanderern droht nun eine Geldstrafe.

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Der Wanderer war am Mittwoch trotz größtmöglicher Wetterwarnung in unwegsames Gelände aufgebrochen. Nach einiger Zeit ging es wetterbedingt weder vorwärts noch zurück, so dass eine Gruppe Bergretter aufbrechen musste.

Für eine Rettung aus der Luft war der Sturm jedoch viel stark, so dass ein acht Mann starker Trupp, bestehend aus Feuerwehrleuten aus San Miguel und Freiwilligen aus Santiago del Teide, aufbrechen musste.

Der Mann befand sich zum Zeitpunkt des Notrufs etwa 400 Meter über dem Meeresspiegel. Auch daher galt der Einsatz als äußerst komplex.

Wanderung trotz Unwetter-Warnung: Rücksichtslose Touristen müssen wohl Strafe zahlen

Besondere Aufmerksamkeit bekommt der Zwischenfall, da erst wenige Tage zuvor und nur wenige Kilometer entfernt eine Touristen-Gruppe die Schlucht von Masca zu durchqueren versuchte. Auch zu diesem Zeitpunkt lag eine Wetterwarnung vor. Die Gruppe konnte ebenfalls nicht aus der Luft gerettet werden.

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Für einen Einsatz zu Fuß waren die Bedingungen ebenfalls zu schlecht. Die Touristen mussten daher eine Nacht in einer Höhle verbringen. Ein Hirte beteiligte die Gruppe an seinen Vorräten, so dass sie bis zum folgenden Morgen durchhielt und dann über den Seeweg gerettet werden konnte.

Die Touristen-Gruppe muss den Einsatz nun aller Voraussicht nach bezahlen. Laut Regierung der Kanarischen Inseln steht eine Summe von rund 3000 Euro im Raum. Ob auch im aktuellen Fall eine Strafzahlung fällig wird, ist noch nicht geklärt. Es gilt allerdings als sehr wahrscheinlich.

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6 Kommentare

  1. Hans-Joachim schrieb am

    Richtig fett zur Kasse bitten. Dummheit muss bestraft werden. Rücksichtslose Menschen bringen die Helfer in Gefahr.

  2. Jan Gosch schrieb am

    Ja richtig so. Die Leute können fast schon von Glück reden, dass eine Rettung aus der Luft nicht möglich war. Dann hätten die Kosten von 3000 Euro aber weit überschritten. Ist schon irre, wie sehr sich die Leute überschätzen bzw. wenn sie es tun, sollen sie auch alleine zusehen wie sie da wieder rauskommen. Um Hilfe zu rufen wäre mir ja gerade bei der Gruppe in der Masca-Schlucht auch echt peinlich gewesen. Dann bitte schön auch die „Eier“ haben das alleine durchzustehen. An einer Nacht ohne Wasser und Brot ist noch niemand gestorben. Dann wäre das sogar noch eine Geschichte, die man später mit gutem Gewissen seinen Freunden als Abenteuer hätte erzählen können. Aber so?

    Nich falsch verstehen. Wenn Menschen unverschuldet Hilfe benötigen, sollen sie diese auch schnellstmöglich bekommen. Aber die meisten Unglücke beruhen nun mal auf Dummheit und Leichtsinn.

  3. Heiner schrieb am

    Geldstrafe ist einfach zu wenig für den betriebenen Aufwand der freiwilligen Helfer. Zusätzlich würde ich ein lebenslanges Inselverbot für die Kanaren aussprechen!

    • Sybille schrieb am

      Richtig…….

  4. Brand schrieb am

    Ja, 3000 Euro ist jedenfalls nicht zu viel. Sie sollten jeder 3000 bezahlen.

    • Sybille schrieb am

      Das finde ich auch…..

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