Chronologie der Corona-Fälle auf den Kanarischen Inseln


Die Kanarischen Inseln sind vom Corona-Virus hart getroffen worden. Die mit Abstand meisten Fälle gab es zunächst auf Teneriffa. Doch auch die anderen Inseln meldeten zunehmend Fälle. In unserer Chronologie können Sie die Ausbreitung des Corona-Virus auf den Kanaren noch einmal nachlesen.

Lesedauer: 20 Min.

Über Teneriffa ist der erste Corona-Fall auf spanischem Boden überhaupt nach La Gomera getragen worden. Dort kam der Betroffene schließlich in Quarantäne. Nach einigen Wochen brach die Pandemie europaweit aus. Wie sie sich auf den Kanarischen Inseln verteilte, lesen Sie nachfolgend:

Erster Corona-Fall auf den Kanaren auf La Gomera gemeldet

Samstag: 1.2.2020, 16.13 Uhr: Auf den Kanarischen Inseln ist der erste Corona-Fall registriert worden. Es handelt sich um einen Deutschen bayerischer Herkunft. Dem Patienten gehe es gut, teilten die örtlichen Behörden mit. Der Mann hatte sich beim Kontakt zu einem anderen Deutschen angesteckt und war daraufhin über Teneriffa nach La Gomera gereist. Die Behörden isolierten den Mann und begannen mit der Suche nach dessen Kontakten. Mehr Infos

Sonntag, 23.2.2020, 11.01 Uhr: Auch auf Teneriffa ist inzwischen ein Fall des neuartigen Corona-Virus nachgewiesen worden. Im Süden der Insel hatte sich ein Italiener eigenständig ins Krankenhaus begeben. Wenig später bestätigte ein Schnelltest Covid-19. Der Mann war mit einer größeren Reisegruppe unterwegs. Das entsprechende Sicherheits-Protokoll wurde aktiviert. Dazu gehörte auch das Abriegeln des Hotels in Costa Adeje, in dem sich die Touristen aufgehalten hatten.

Donnerstag, 5.3.2020, 6:25 Uhr: In dem Hotel im Süden Teneriffas gilt eine strenge Ausgangssperre. Teneriffa News spricht exklusiv mit einem Betroffenen über die Lage im Innern des abgeriegelten Komplexes.

Donnerstag, 5.3.2020, 13:19 Uhr:

Exklusive Einblicke:
Fotos: So sieht’s im Corona-Hotel auf Teneriffa aus
Fotos: So sieht's im Corona-Hotel auf Teneriffa aus

Dienstag: 10.3.2020, 9.44 Uhr: Das Virus verbreitet sich auf den Kanarischen Inseln immer schneller. Die Behörden reagieren mit verschiedenen Maßnahmen. Ein Krisenstab wird eingerichtet. Ausgangssperren werden diskutiert.

Kanaren schalten Corona-Hotline

Donnerstag: 12.3.2020, 18.02 Uhr: Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln hat eine Informations- und Betreuungshotline geschaltet. Unter der 900 112 061 werden alle Fragen rund um Covid-19 mehrsprachig beantwortet. Personen, die über Symptome wie Husten, Fieber, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden klagen, sollen sich unter dieser Rufnummer melden. Die Notruf-Nummer 112 soll ausschließlich bei konkreten Notfällen genutzt werden.

Corona-Virus: Reisebeschränkungen für Kreuzfahrer und Fluggäste

Freitag, 13.3.2020, 16.44 Uhr: Bereits vor Inkrafttreten der Ausgangssperre waren die Häfen der Kanarischen Inseln geschlossen worden. Kreuzfahrtschiffe durften nicht mehr anlegen. Zudem kündigte die Fluggesellschaft Jet2 an, ab sofort das spanische Festland, die Balearen und die Kanaren nicht mehr anzufliegen. Die für den öffentlichen Personennahverkehr verantwortliche Busgesellschaft Titsa teilte mit, ab Dienstag kein Bargeld mehr anzunehmen. Reisende sollen das bargeldlose Ten+ Ticket nutzen. Zudem werde die Kapazität mindestens halbiert.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez teilte mit, dass nach der Ausgangssperre auch die Inlands-Flugverbindungen gekürzt würden: „Der Flugverkehr zu den Kanarischen Inseln, den Balearen sowie nach Ceuta und Melilla wird ab nächster Woche auf 50 Prozent begrenzt. Zum Beispiel kann ein Bürger, der auf Gran Canaria lebt und einen Hilfsbedürftigen oder älteren Verwandten auf Teneriffa hat, reisen. Natürlich kann er aber auf Teneriffa nicht auf eine Party gehen.“

Ob geplante Rückreisen aus Touristengebieten stattfinden, erfahren Betroffene von ihrem Reiseveranstalter. Durch den Erlass der Regierung muss in allen Verkehrsmitteln ein Mindestabstand zu Mitreisenden eingehalten werden. Ursprünglich geplante Flug-Kapazitäten können somit nicht garantiert werden.

Ausgangssperre auf den Kanaren – das sind die Ausnahmen

Samstag, 14.3.2020, 14.04 Uhr: Die Ausgangssperre gilt nach Angaben der spanischen Regierung für mindestens 15 Tage. In einem ersten Entwurf sollte die Maßnahme erst am Montagmorgen um 8 Uhr in Kraft treten. Nach einer Korrektur am Samstag gilt sie hingegen bereits seit dem Wochenende. Nur noch in wenigen Ausnahmefällen darf das Zuhause verlassen werden. Dazu gehören:

  • Der Einkauf von Lebensmitteln oder wichtigen Konsumartikeln.
  • Der Weg zum Arzt oder zur Apotheke.
  • Der Weg zur Arbeit oder zu anderen, nicht aufschiebbaren beruflichen Terminen.
  • Die Betreuung Hilfsbedürftiger.
  • Der Weg zu Finanzinstituten.
  • Das Ausführen eines Hundes auf dem kürzesten Weg.
  • Der Heimweg aus einer der genannten Situationen.
  • In ähnlich dringenden Fällen sowie bei höherer Gewalt.

In allen anderen Fällen ist das Verlassen des Zuhauses streng untersagt. Die Maßnahme gilt auch für Touristen, die Hotel-Anlagen oder Ferienwohnungen nicht verlassen dürfen. Um die Maßnahmen durchzusetzen, wurde das Militär direkt dem Innenministerium unterstellt. Damit sorgen nun spanienweit rund 250.000 Personen für die Einhaltung der Ausgangssperre, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und die Versorgung der Märkte mit Grundnahrungsmitteln.

Somit mussten auch alle Cafés, Restaurants und Bars spanienweit schließen. Ferner wurden Kinos, Theater, Fitnessstudios, Konzertsäle, Ausstellungsräume, Sportplätze, überdachte Pools, Diskotheken, Casinos, Vergnügungsparks, Wasserparks, Zoos und Sportplätze geschlossen. Auch Ämter und Dienststellen haben ganz oder teilweise geschlossen, Terminvereinbarungen für dringende Fälle sind ausschließlich telefonisch möglich.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, kündigte an, dass die Regierung während der Corona-Krise, insbesondere für die Dauer der Ausgangssperre, täglich über die Situation beraten werde. Eine mögliche Entscheidungen über eine Verlängerung werde situativ getroffen.

Zudem wurde bekanntgegeben, dass Polizei und Militär die Maßnahmen überwachen. Nach der Änderung der königlichen Verordnung am Samstag sind insbesondere in touristischen Regionen Polizisten damit beschäftigt, die frühere Ausgangssperre durchzusetzen und die Gäste in ihre Hotels zurückzuschicken. Sollten sich Privatpersonen weigern oder Geschäftsleute nicht an die verordneten Schließungen halten, drohen hohe Geldstrafen. Im Extremfall sind auch Festnahmen möglich.

Kanarische Inseln: Zahl der an Covid-19 Erkrankten steigt weiter

Das kanarische Gesundheitsministerium bestätigte am Sonntag, dass weitere Personen an Covid-19 erkrankt sind. Zudem wurde bereits am Freitag bekanntgegeben, dass das Virus auf dem Archipel das erste Todesopfer gefordert hat: Auf Gran Canaria erlag eine 80 Jahre alte Person der Krankheit. Sie gehörte aufgrund zahlreicher chronischer Erkrankungen zur Risikogruppe. Die aktuelle Zahl der Corona-Erkrankungen auf den Kanarischen Inseln finden Sie jetzt hier bei uns.

Sonntag, 15.3.2020, 11.02 Uhr: Seit dem Wochenende gilt für ganz Spanien eine Ausgangssperre. Dazu zählen auch die Kanarischen Inseln. Damit möchte die spanische Regierung die weitere Ausbreitung des Corona-Virus stoppen. Nach Italien ist Spanien das europäische Land mit den aktuell meisten Corona-Infizierten. Bei der Maßnahme wurde das italienische Modell der Ausgangssperre zum Vorbild genommen.

Sonntag, 15.3.2020, 15.32 Uhr: Die Zahl der am Corona-Virus infizierten Personen auf den Kanarischen Inseln ist auf 101 gestiegen. Neun Fälle gelten als besonders schwerwiegend. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie jetzt hier.

Sonntag, 15.3.2020, 18.09 Uhr: Die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings haben angekündigt, bis zu 6500 Urlauber aufgrund der Corona-Krise in die Heimat zurückholen zu wollen. Dazu sollen leere Großraum-Maschinen in die Karibik, auf die Kanaren und nach Mallorca entsandt werden. Von dort aus sollen die Gäste dann nach Deutschland zurückgeholt werden. Bis Mittwoch sollen 15 Charterflüge der Lufthansa durchgeführt werden, um bis Mittwoch bis zu 4000 Reisende von Barbados und aus der Dominikanischen Republik heim zu holen. Dabei handle es sich um normale Pauschalreisende sowie Kreuzfahrt-Passagiere, hieß es.

Montag, 16.3.2020, 11.22 Uhr: Nachdem die Kreuzfahrt-Häfen der Kanarischen Inseln geschlossen wurden, sind die Gäste des Kreuzfahrt-Schiffes „Mein Schiff Herz“ auf Teneriffa von Bord gelassen und mit Bussen zum Flughafen gebracht worden. Von dort aus ging es für die Passagiere direkt in die Heimat.

Montag, 16.3.2020, 14.06 Uhr: Die Zahl der akuten Corona-Fälle auf den Kanarischen Inseln ist inzwischen auf 112 gestiegen. Dies ist noch einmal eine Zunahme um 11 bestätigte Fälle seit dem Vortag. Es werden weiterhin neun Personen auf Intensivstationen behandelt.

Montag, 16.3.2020, 16.13 Uhr: Die spanische Regierung hat angekündigt, ab Mitternacht die Landesgrenzen zu schließen. Es sollen nur noch spanische Staatsbürger oder Personen mit Wohnsitz in Spanien ins Land gelassen werden. Ausnahmen gibt es zudem für Personen, die in Spanien arbeiten oder Güter ins Land bringen. Zur Sicherstellung der Maßnahme, sollen in der Nacht zu Dienstag die Grenzkontrollen wieder aufgenommen werden.

Montag, 16.3.2020, 19.36 Uhr: Die Supermärkte der Kanaren reduzieren ihre Kapazitäten. Um das Personal zu schützen, haben mehrere Ketten angekündigt, die Öffnungszeiten zu beschränken. Zudem werde die Ausgabe an Einzelpersonen reduziert. Damit soll Hamsterkäufen entgegengewirkt werden. Die Supermärkte informieren an den Eingängen über ihre Öffnungszeiten.

Montag, 16.3.2020, 20.45 Uhr: Die zunächst für 15 Tage angesetzte Ausgangssperre auf den Kanarischen Inseln könnte verlängert werden. Das teilten am Montag gleich mehrere Politiker mit. Spaniens Verkehrsministers José Luis Ábalos sagte beispielsweise, er „glaube nicht, dass wir diesen Kampf in 15 Tagen gewinnen können.“ Unsere ausführliche Meldung zur möglichen Verlängerung der Ausgangsperre auf den Kanaren finden Sie jetzt hier.

Dienstag, 17.3.2020, 10.02 Uhr: Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln hat einen weiteren Todesfall durch das Coroa-Virus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau mit einer schwerwiegenden Vor-Erkrankung. Die Verstorbene war zuvor auf der Intensivstation des Universitätsklinikums der Kanarischen Inseln (HUC) behandelt worden. Damit steigt die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 auf den Kanaren auf zwei. Der andere Todesfall – ebenfalls eine Frau – ereignete sich am vergangenen Freitag im Krankenhaus Doctor Negrín auf Gran Canaria.

Dienstag, 17.3.2020, 12.41 Uhr: Die Zahl der am Corona-Virus infizierten Personen auf den Kanaren ist weiter gestiegen. Am Dienstagmittag zählten die örtlichen Gesundheitsbehörden 148 Fälle. Davon werden 50 Personen in Krankenhäusern behandelt, 13 davon auf Intensivstationen. Zudem gelten acht Erkrankungen als geheilt. Zwei Personen starben.

Die kumulierten Covid-19-Infizierungen verteilen sich wie folgt: 91 akute Fälle auf Teneriffa, 36 auf Gran Canaria, sieben auf Lanzarote, sechs auf Fuerteventura, fünf auf La Palma und drei auf La Gomera.

Dienstag, 17.3.2020, 17.29 Uhr: Die Gesundheitsministerin der Kanarischen Inseln, Teresa Cruz Oval, hat am Dienstag erklärt, dass „die Corona-Erkrankungen weiter zunehmen werden. Wir bereiten uns darauf vor, mit den wachsenden Fällen zurecht zu kommen, die wir insbesondere auf der Insel Teneriffa erwarten.“ Mehr Informationen zu den erwarteten Wachstumsraten der Covid-19-Fälle haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Dienstag, 17.3.2020, 18.37 Uhr: Allein in Teneriffas Hauptstadt hat die Lokalpolizei am Sonntag und Montag 22 Bußgelder wegen Verstoßes gegen das Ausgangsverbot verhängt. Am Sonntags waren es zwölf Fälle, am Montag nochmal zehn. Nach Angaben der lokalen Polizei waren sowohl Autofahrer und Fußgänger betroffen, die sich privat gegen das Ausgangsverbot widersetzt hatten, als auch Geschäftsleute, die trotz des geltenden Verbots ihre Lokale geöffnet hatten.

Mittwoch, 18.3.2020, 12.07 Uhr: Auf den Kanarischen Inseln sind von Dienstag auf Mittwoch 33 weitere Infizierungen mit dem Corona-Virus gezählt worden. Damit steigt die Zahl der Infektionen auf 181. Zudem ist ein weiterer Todesfall hinzu gekommen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den aktuellen Corona-Fällen auf den Kanaren.

Mittwoch, 18.3.2020, 19.47 Uhr: Die Ausgangssperre in Spanien – und damit auch auf den Kanarischen Inseln – könnte bis nach Ostern ausgeweitet werden. Das kündigte Verkehrsminister José Luis Ábalos am Mittwoch an. Damit wolle die Regierung die zum höchsten katholischen Feiertag erwarteten Massen-Bewegungen der Bürger eindämmen.

Im vergangenen Jahr waren in Spanien zu Ostern rund 15 Millionen Fahrten gezählt worden. „Es ist offensichtlich, dass wir diese Situation ausweiten müssen. Wir müssen sehen, mit welchen Maßnahmen. Aber ich denke nicht, dass wir binnen 15 Tagen in der Lage sein werden, diesen Kampf zu gewinnen“, sagte Ábalos in einem Interview mit RNE.

Der Politiker sprach sogar davon, dass die Verlängerung zu noch strengeren Maßnahmen führen könnte als die aktuell ausgerufenen. Dies müsse jedoch in der Zukunft entschieden werden.

Donnerstag, 19.3.2020, 12.37 Uhr: Der königliche Erlass für den Alarmzustand in Spanien ist erweitert worden: Neuerdings darf nur noch eine Person in einem Auto sitzen. Die Begleitung des Fahrers gilt in dem geschlossenen PKW als zu große Ansteckungsgefahr. Daher ist das Begleiten des Fahrers nur in wenigen Fällen erlaubt. Dazu gehört die Begleitung von Menschen mit Behinderungen, Minderjährigen, älteren Menschen oder aus besonders wichtigem Grund. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen zwischen 300 und 1000 Euro.


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Donnerstag, 19.3.2020, 16.17 Uhr: Die Regierung der Kanarischen Inseln hat 220 Fälle des Corona-Virus auf dem Archipel bestätigt. Davon gelten inzwischen neun als geheilt. Zudem kamen bereits drei Personen ums Leben.

Die übrigen 208 Fälle gelten als derzeit akut. 43 Fälle wurden davon seit Mittwoch neu bestätigt. Insgesamt liegen 82 Personen in den Krankenhäusern der Kanaren, 23 von ihnen auf Intensivstationen.

Auf Teneriffa wurden seit Ausbruch des Corona-Virus 143 Fälle gezählt. Gran Canaria meldete unterdessen 55 Erkrankungen. Auf Fuerteventura gibt es elf Covid-19-Fälle, auf  La Palma sind es fünf. Lanzarote und La Gomera melden jeweils drei Erkrankungen.

Corona-Virus: Zehntausende Arbeitsplätze auf den Kanaren fallen weg

Freitag, 20.3.2020, 7.01 Uhr: Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die Schließung von 1807 Hotel- und Apartment-Komplexen (insgesamt 423.125 Betten) auf dem Archipel beschlossen, um die weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen. Nach einer ersten Einschätzung der Regierung betrifft die Maßnahme im ersten Schritt rund 68.000 Arbeitnehmer auf den Kanaren, die vorübergehend ihre Jobs verlieren werden.

Covid-19: Vierter Todesfall auf den Kanaren

Freitag, 20.3.2020, 7.36 Uhr: Auf den Kanarischen Inseln gibt es den vierten durch das Corona-Virus bedingten Todesfall. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um eine 80 Jahre alte Frau, die bereits vor der Infizierung als „todkrank“ galt. Zudem sind in den vergangenen 24 Stunden 65 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der kumulierten Infizierungen stieg auf den Kanarischen Inseln somit auf 287.

Corona-Krise: Deutsches Konsulat holt Landsleute heim

Freitag, 20.3.2020, 7.58 Uhr: Das deutsche Konsulat auf den Kanarischen Inseln bittet alle Urlauber, sich umgehend um Rückflüge bei kommerziellen Fluggesellschaften zu kümmern. Die Hotels und Apartment-Anlagen auf den Kanaren werden in Kürze schließen (siehe unten). Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich über „Elefand“ (Elektronisches Erfassungssystem für Auslandsdeutsche) zu registrieren und Plätze in einem Flieger der Rückhol-Aktionen der deutschen Regierung zu erhalten.

Das Konsulat weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Bewerbung nur für einen solchen Platz nicht ausreicht und Reisende die Kosten für den Rückflug in jedem Fall selbst tragen müssen. Diese würden sich aller Voraussicht nach an den Kosten für einen normalen Economy-Class-Flug orientieren. Reisende müssen beim Check-in eine entsprechende unterschriebene Absichtserklärung für die Kostenübernahme abgegeben. Diese würden dann im Nachgang berechnet, hieß es.

Das deutsche Konsulat auf Gran Canaria ist zudem unter der Telefonnummer +34 928 49 18 80 erreichbar. Zusätzlich wurde nochmals darauf hingewiesen, dass sich die Bitte, möglichst umgehend nach Hause zu fliegen, ausdrücklich an Urlauber richte. Deutsche, die ihren festen Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln haben, könnten selbstverständlich dort verbleiben, hieß es.

Privatkliniken sollen OPs verschieben und Corona-Patienten aufnehmen

Freitag, 20.3.2020, 14.43 Uhr: Ein offizielles medizinisches Komitee hat alle Privatkliniken auf den Kanarischen Inseln dazu aufgefordert, nach Möglichkeit Betten zu räumen und für Corona-Patienten freizuhalten. Darüber hinaus werde in Betracht gezogen, chirurgische Eingriffe in den Krankenhäusern der Kanarischen Inseln nur in Fällen maximaler Schwere durchzuführen. Alle übrigen geplanten Operationen sollen demnach ausgesetzt werden.

30.000 Touristen verlassen die Kanaren am Freitag

Freitag, 20.3.2020, 17.06 Uhr: Rund 30.000 der aktuell noch etwa 80.000 Touristen auf den Kanarischen Inseln sollen den Archipel am Freitag verlassen. Die übrigen Besucher sollen in den kommenden Tagen ihre Rückreisen antreten. Die Massenbewegung ist nötig geworden, da die Regierung die Hotels und Apartment-Anlagen der Kanaren schließen lässt (siehe unten). Betroffene Touristen sollen die Konsulate und Botschaften ihrer Länder konsultieren, um eine geordnete Rückreise abzusprechen, teilte die Regierung der Kanarischen Inseln mit. Was deutsche Touristen beachten sollen, lesen Sie weiter unten.

Sieben Todesfälle durch Corona auf den Kanaren

Samstag, 21.3.2020, 15.43 Uhr: Die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Inseln haben den siebten Todesfall durch das Corona-Virus bestätigt. Zudem steigt die Zahl der Neuerkrankungen weiter stark an.

Nach Behördenangaben starben drei Personen im Universitätsklinikum Nuestra Señora de la Candelaria auf Teneriffa. Es handle sich jeweils um Frauen mit Vorerkrankungen im höheren oder fortgeschrittenen Alter, hieß es. Zudem sei eine 34 Jahre alte Frau, die ebenfalls Vorerkrankungen hatte, im Hospital Universitario de Canarias ums Leben gekommen. Eine 80-Jährige verstarb demnach im Universitätsklinikum Doctor Negrín auf Gran Canaria. Am Samstag erlagen dann eine ältere Frau und ein 80 Jahre alter Mann im Insular Maternal and Child University Hospital Complex dem Corona-Virus. Auch in diesen beiden Fällen gab es Vorerkrankungen, teilten die Behörden mit.

Die aktuellen Zahlen vom Samstag besagen, dass auf Teneriffa bislang 219 Corona-Fälle registriert wurden. Gran Canaria meldete 97 Erkrankte, auf Fuerteventura sind es 13 und auf La Palma elf. Zudem meldet Lanzarote vier Covid-19-Patienten, La Gomera drei und El Hierro einen.

Corona-Virus: Neun Tote auf den Kanaren

Sonntag, 22.3.2020, 10.22 Uhr: Die Zahl der am Corona-Virus verstorbenen Patienten ist auf den Kanarischen Inseln inzwischen auf neun gestiegen. Zudem breitet sich Covid-19 weiter stark aus. Die Wachstumsraten des Landes übersteigen sogar die von Italien.

Bei der letzten Zählung am Samstag sind auf den Kanarischen Inseln seit Beginn des Ausbruchs 414 Corona-Patienten gezählt worden. Davon mussten 139 in Krankenhäuser eingeliefert werden. 29 Personen wurden bisher auf den Intensivstationen des Archipels behandelt. In dieser Zeit gelten sieben Menschen als geheilt. Demgegenüber stehen inzwischen neun Todesfälle. Damit liegt die Zahl der akuten Corona-Patienten auf den Kanaren aktuell bei mindestens 398. Innerhalb einer Woche haben sich die Fälle somit vervierfacht.

Bezogen auf ganz Spanien liegt die Wachstumsrate inzwischen über der von Italien. Am 19. Tag seit dem ersten Todesfall gab es in Italien 14.401 positive Corona-Fälle. In Spanien sind es am Vergleichstag bereits 24.926. Statistisch betrachtet bedeutet dies fast 58 Prozent mehr Corona-Fälle im Vergleichszeitraum.

Schwangere Corona-Patientin auf Gran Canaria

Montag, 23.3.2020, 7.13 Uhr: Auf Gran Canaria ist eine schwangere Frau positiv auf Corona getestet worden. Es ist der erste entsprechende Fall auf dem Archipel. Die Frau, die sich in der 30. Schwangerschaftswoche befindet, sei laut Behördenangaben „stabil“ in ein Mutter-Kind-Krankenhaus eingeliefert worden. Dem ungeborenen Kind gehe es gut, hieß es weiter.

Corona-Virus breitet sich auf den Kanaren rasant aus

Montag, 23.3.2020, 7.45 Uhr: Die Kanarischen Inseln verzeichnen erneut zwei Todesfälle durch das Corona-Virus. Damit hat sich die Zahl der Verstorbenen auf elf erhöht. Das regionale Gesundheitsministeriums bestätigte zudem am Abend 481 Infektionen. Damit stieg die Zahl erneut um 67 Infektionen binnen 24 Stunden.

Alarmzustand in Spanien wird verlängert

Montag 23.3.2020, 8.15 Uhr: Der Alarmzustand in ganz Spanien ist verlängert worden. Die Ausgangssperre und alle weiteren Maßnahmen gelten bis mindestens 11. April. Das teilte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in einer Fernseh-Ansprache mit. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, appellierte zudem an die mentale Stärke aller. Zudem lobte er das disziplinierte Verhalten der Bewohner und der verbleibenden Gäste des Archipels.

Montag, 23.3.2020, 7.45 Uhr: Die Kanarischen Inseln verzeichnen erneut zwei Todesfälle durch das Corona-Virus. Damit hat sich die Zahl der Verstorbenen auf elf erhöht. Das regionale Gesundheitsministeriums bestätigte zudem am Abend 481 Infektionen. Damit stieg die Zahl erneut um 67 Infektionen binnen 24 Stunden.

Teneriffas ÖPNV vorerst kostenlos

Montag, 23.3.2020, 18.21 Uhr: Das Cabildo von Teneriffa hat bekanntgegeben, dass Busse und Straßenbahnen ab sofort kostenlos nutzbar sind. Es werden keine Fahrkarten mehr benötigt. Zudem wurde mitgeteilt, dass der ÖPNV nur mit Einschränkungen verkehre. Die Regierung bittet ausdrücklich darum, nur dann öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wenn es unbedingt nötig ist. Die Regelung gelte bis Ende des Alarmzustands, hieß es. Kunden, die sich eine Monatskarte für den März gekauft haben, können nach der Corona-Krise eine Erstattung beantragen.

Corona-Krise: Kanaren verlieren 14.000 Arbeitsplätze

Dienstag, 24.3.2020, 7.33 Uhr: Das Centrum für wirtschaftliche Vorhersagen (Ceprede) hat Hochrechnungen über die weitere Entwicklung der Kanarischen Inseln bekanntgegeben. Die Forscher gehen davon aus, dass die durch Corona ausgelösten wirtschaftlichen Folgen auf den Kanarischen Inseln den Verlust von 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach sich ziehen. Hauptsächlich betroffen seien Jobs im Tourismus-Sektor. In der Folge würden rund 14.000 Arbeitsplätze wegfallen, hieß es.

Kanarische Inseln: Fünf Tote an einem Tag

Dienstag, 24.3.2020, 7.58 Uhr: Die Ansteckungsrate mit dem Corona-Virus auf den Kanarischen Inseln steigt weiter stark. Allein am Vortag kamen 76 neue positiv getestete Patienten hinzu. Damit liegt die Gesamt-Zahl der bisher infizierten bei 557. Zudem kamen allein am Montag fünf neue Todesfälle hinzu. Die Zahl der Corona-Todesopfer liegt damit bei 16.

Spanien registriert mehr Corona-Todesopfer als China

Mittwoch, 25.3.2020, 11.17 Uhr: Das spanische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch 47.610 positive Corona-Fälle bestätigt. Zudem wurden inzwischen landesweit 3434 Todesfälle bestätigt. Allein in den vergangenen 24 Stunden waren 738 neue Todesfälle gezählt worden. Damit liegt Spanien inzwischen vor China, wo offiziellen Angaben zufolge 3287 Todesfälle gezählt wurden. In Spanien werden derzeit 3166 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Zudem konnten sich 5367 Personen vollständig von einer Corona-Infektion erholen.

Kanaren melden 657 Corona-Patienten und 21 Todesopfer

Mittwoch, 25.3.2020, 13.52 Uhr: Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln hat 657 Covid-19-Fälle bestätigt. Davon wurden seit Ausbruch der Infektion 235 Personen in Krankenhäuser eingeliefert. 43 Menschen mussten auf Intensivstationen behandelt werden.

Seit dem Vortag wurden sechs neue Fälle gezählt. Die Zahl der Verstorbenen stieg inzwischen auf 21 – elf Männer und zehn Frauen. In allen Fällen handelte es sich um Personen höheren Alters mit Vorerkrankungen. Dagegen stehen aktuell 15 von der Infektion geheilte Personen.

Auf Teneriffa gab es bislang 409 Covid19-Fälle. Gran Canaria zählte 171 Infektionen und auf La Palma waren es seit Ausbruch 33 Corona-Patienten. Fuerteventura meldete 20, Lanzarote 17, La Gomera vier und El Hierro weitere drei Infizierte.

Präsident der Kanarischen Inseln feuert Gesundheitsministerin

Donnerstag, 26.3.2020, 7.37 Uhr: Die Gesundheitsministerin der Kanarischen Inseln, Teresa Cruz, ist ihres Amts enthoben worden. Das teilte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, mit. Mit der Nachfolge wurde der Minister für öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit, Julio Pérez, betraut. Cruz galt bereits zuvor als umstritten.

Torres nannte die Entlassung seiner Gesundheitsministerin eine „überlegte und harte“ Entscheidung, die er mit Blick auf das Allgemeinwohl getroffen habe. Der Präsident betonte, dass Cruz im Rahmen ihrer Möglichkeiten „gute Arbeit geleistet“ habe. Mit ihrem Nachfolger würde nun aber „eine erfahrenere Person in die Schlacht ziehen“.

Teneriffa baut provisorisches Corona-Krankenhaus

Donnerstag, 26.3.2020, 7.58 Uhr: Der Scheitelpunkt der Corona-Neuerkrankungen ist nach Einschätzung des kanarischen Gesundheitsministeriums noch immer nicht erreicht. In den vergangenen 24 Stunden kamen drei weitere Menschen auf dem Archipel ums Leben. Damit gibt es seit Ausbruch der Corona-Krise 24 Todesopfer bei 784 registrierten Erkrankungen.

Als Reaktion auf die ansteigenden Corona-Infektionen ist auf der am stärksten betroffenen Kanaren-Insel Teneriffa nun sogar ein provisorisches Krankenhaus entstanden. Auf dem Messegelände wurde ein Not-Hospital für mittelschwere Krankheitsverläufe gebaut.

Ausführlichere Informationen über die Fallzahlen und das Corona-Lazarett auf Teneriffa finden Sie jetzt hier.

Kanaren: Corona-Patientin bringt gesundes Baby zur Welt

Freitag, 27.3.2020, 7.16 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten auf den Kanarischen Inseln ist erneut um 94 Fälle binnen eines Tages gestiegen. Damit wurden bislang 878 Covid-19-Erkrankungen registriert. Zudem starben drei weitere Personen, wodurch das Virus bislang 27 Menschen auf dem Archipel das Leben kostete.

Unterdessen wurde erstmals ein Säugling mit dem Corona-Virus angesteckt. Wie die behandelnden Ärzte mitteilten, sei der kleine Patient stabil. In einem weiteren Fall ist es andersherum: Eine schwangere Corona-Patientin brachte am Dienstag ihren Sohn zur Welt. Die Ärzte führten sofort einen Corona-Test durch, dessen Ergebnis nun vorliegt. Demnach ist der Säugling nicht an dem Virus erkrankt.

Älterer Mann stirbt in Seniorenheim an Covid-19

Freitag, 27.3.2020, 13.07 Uhr: Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge ist ein älterer Mann in einem Pflegeheim auf Teneriffa an Covid-19 gestorben. Demnach war der Mann am Donnerstag in einem Wohnzentrum in Fasnia tot aufgefunden worden. Es ist der erste Todesfall in einem Seniorenheim auf den Kanarischen Inseln. In der Folge wurden alle Bewohner und Mitarbeiter des Heims einem Corona-Test unterzogen. Bisher gibt es acht bestätigte Infektionen. Die Behörden erwarten in den kommenden Tagen weitere Erkrankungen innerhalb der Einrichtung.

Corona-Infektionen auf den Kanaren übersteigen Tausender-Marke

Samstag, 28.3.2020, 12.07 Uhr: Auf den Kanarischen Inseln steigt die Zahl der Corona-Infektionen ungebremst weiter. Auf der mit Abstand am schlimmsten betroffenen Insel Teneriffa ist das Wachstum dabei am stärksten.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden waren 147 neue Fälle registriert worden. Damit stieg die Zahl der Infektionen auf 1025. Das Corona-Virus forderte in diesem Zeitraum neun weitere Menschenleben, darunter das erste auf der Insel La Palma, wie die Behörden mitteilten. Damit stieg die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 auf den Kanarischen Inseln auf 36.

In dem Seniorenheim auf Teneriffa, in dem am Freitag der erste Todesfall in einer solchen Einrichtung gemeldet wurde, ist die Zahl der Infektionen auf 35 gestiegen. Die infizierten Bewohner wurden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert.

Spanien vermeldet traurigen Todes-Rekord – und ist doch optimistisch

Sonntag, 29.3.2020, 9.24 Uhr: Die Zahlen sind trostlos. Und doch keimt in Spanien vorsichtige Hoffnung auf: Bislang wurden in der Corona-Krise 6528 Todesopfer gezählt. Mit 838 neuen Todesfällen innerhalb von 24 Stunden gibt es landesweit erneut einen Negativ-Rekord. Überhaupt wurde die Marke von 800 Verstorbenen an einem Tag bislang erst einmal erreicht. Was jedoch Hoffnung macht, ist die tägliche Zahl der Neuinfektionen. Diese lag zuletzt bei 6549. Was noch immer nach einem starken Wachstum klingt, ist immerhin ein Rückgang um 1600 Fälle an nur einem Tag. Nachdem die Pandemie zuletzt stets im zweistelligen Prozentbereich anstieg, handelt es sich dabei erstmals seit Tagen „nur“ noch um ein Wachstum von neun Prozent. Nach Experteneinschätzung seien alle Anstiege im einstelligen Prozentbereich ein deutlich positives Zeichen für die Verlangsamung der Pandemie. Dennoch müsse dringend weiterhin höchste Vorsicht gelten.

Flugbewegungen zwischen den Inseln auf fünf Prozent reduziert

Sonntag, 29.3.2020, 11.56 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sehen auch einen weitgehenden Stopp der Passagier-Luftfahrt zwischen den Kanarischen Inseln vor. Dort verkehren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum derzeit nur noch rund fünf Prozent der Maschinen. Die kanarischen Flughäfen sind dadurch zwischen dem 18. und 26. März nur von 8623 innerkanarischen Passagieren besucht worden. In der gleichen Woche des Vorjahres waren es noch 187.654 und damit rund 95 Prozent mehr. Die Bewegungen zwischen den Inseln sind in Ausnahmefällen weiterhin gestattet, beispielsweise um pflegebedürftigen Angehörigen zu helfen. Auch medizinisches Personal gehört zu den Passagieren.

Spanien verschärft Ausgangssperre erneut

Sonntag, 29.3.2020, 13.05 Uhr: Auch alle „nicht lebenswichtigen“ Betriebe sind landesweit geschlossen worden. Damit reagierte die spanische Regierung auf die weiter hohen Corona-Fallzahlen. Arbeitnehmer, die in nicht lebensnotwendigen Betrieben arbeiten, sollen ab sofort für zwei Wochen zuhause zu bleiben. Damit wurde die Ausgangssperre nochmals verschärft. Bislang durften Arbeitnehmer ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Die Gehälter sollen in dieser Phase normal weiter gezahlt werden.

Ausgangssperre ignoriert – 51-Jähriger muss sechs Monate in Haft

Montag, 30.3.2020, 6.33 Uhr: Gleich dreimal hat ein 51-Jähriger auf Teneriffa gegen die Ausgangssperre verstoßen. Der Mann habe „mit offenkundiger Verachtung“ gegenüber der Regierung seit dem 20. März „wiederholt wissentlich und ohne berechtigten Grund gegen das Verbot verstoßen“, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Einwohner von Puerto de la Cruz war in einem Schnellverfahren vor dem Gericht in Santa Cruz schuldig gesprochen worden. Seine späte Einsicht, die in einem Geständnis mündete, wurde dem Angeklagten strafmildernd ausgelegt. Dennoch muss der Mann nun für ein halbes Jahr hinter Gitter.

Scheitelpunkt der Pandemie könnte noch eine Woche dauern

Montag, 30.3.2020, 6.49 Uhr: Spanien wartet sehnsüchtig darauf, den Scheitelpunkt der Corona-Pandemie zu erreichen. Nach Angaben des Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, könnte dieser Punkt noch rund eine Woche auf sich warten lassen. Der Politiker erklärte in einer Videokonferenz, dass Wissenschaftler für die Kanarischen Inseln den 5. oder 6. April als Zeitpunkt errechnet hätten. Was Torres unter anderem „zu Optimismus einlade“, seien die Materialien zur Bekämpfung des Virus, die in den kommenden Tagen eintreffen würden. Zudem sei die Zahl der coronabedingten Todesfälle in den Krankenhäusern des Archipels gesunken, sagte er weiter.

„Lazarett“ auf Teneriffas Messegelände bleibt vorerst leer

Dienstag, 31.3.2020, 6.59 Uhr: Das „Feld-Lazarett“ auf Teneriffas Messegelände soll vorerst leer bleiben. Der Präsident der lokalen Verwaltung, Pedro Martín, bestätigte, dass das provisorische Krankenhaus für bis zu 180 Patienten nahezu fertiggestellt sei. Dennoch wolle man zunächst abwarten, ob die Krankenhäuser nicht ohne das provisorische Hospital auskommen. „Falls die Situation komplizierter wird“, sei man jedoch bereit, hieß es.

Ausbreitung des Coronavirus auf den Kanaren verlangsamt sich

Dienstag, 31.3.2020, 7.15 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Fälle steigt weiter. Dennoch verlangsamt sich die Ausbreitung des Virus merklich. In den vergangenen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 1262. Der Zuwachs der Corona-Fälle lag damit am vierten Tag in Folge unter der Wachstumsrate des Vortages.

Die besonders stark betroffene Insel Teneriffa hatte die Statistik des kanarischen Archipels in die Höhe getrieben. Lag das Wachstum auf der größten Kanaren-Insel in der Vorwoche noch bei 15,5 Prozent, so betrug es in den vergangenen 24 Stunden nur noch rund 1,3 Prozent. Die kanarische Gesamt-Statistik sank damit von 16,7 auf 4,8 Prozent – und das, obwohl zuletzt deutlich mehr Tests durchgeführt wurden als noch in der Vorwoche.

Dies sei zwar ein deutlich positives Signal nach zuletzt sehr schwierigen Wochen, dennoch müsste weiterhin äußerste Vorsicht walten, um die positive Entwicklung nicht zu gefährden, hieß es aus Regierungskreisen.

Staat verabschiedet weitere Maßnahmen zum Schutz von Bürgern und Selbstständigen

Dienstag, 31.3.2020, 16.41 Uhr: Die Regierung hat ein Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Wirtschaft und für die Sicherung der Bürger verabschiedet. Es sieht unter anderem vor, Selbstständige und kleine sowie mittelständische Unternehmer zu stützen. Zudem wurde mitgeteilt, dass Wohnungsräumungen ausgesetzt würden. Außerdem können Mietverträge außerordentlich um bis zu sechs Monate verlängert werden, damit während der Krise keine Menschen beispielsweise aufgrund bereits gekündigter Wohnungen obdachlos werden.

Die Maßnahmen sollen den Bürgern Spaniens Sicherheit und Schutz geben, hieß es bei der Verkündung durch die Regierung. Der Staat wolle dazu jedem in Not geratenen Menschen einen zinslosen Mikrokredit gewähren, der binnen sechs Jahren zurückgezahlt werden muss. In Härtefällen kann die Rückzahlung auch auf zehn Jahre verlängert werden.

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Chronologie der Corona-Fälle auf den Kanarischen Inseln

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Über den Autor
Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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