Hai Flosse Kanaren
Teneriffa

Bei Radazul auf Teneriffa ist ein Hai gesichtet worden. Das Tier schwamm einige Zeit direkt an der Küste umher.

Hammerhai Kanaren Teneriffa
Lanzarote

Ein Hammerhai ist am Strand von La Garita in Arrieta gefunden worden. Die Inselverwaltung von Lanzarote hat ihn der Wissenschaft übergeben.

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Mehrere Fleischwunden zeichnen sich auf dem Arm von Cristina Ojeda-Thies ab. Die 38-Jährige soll vor Gran Canaria von einem Hai gebissen worden sein.

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Ein Jugendlicher ist auf Teneriffa von einem Hai gebissen worden. Der junge Mann war trotz einer Sperrung ins Wasser gegangen und hatte den Hai übersehen.

Hai Teneriffa
Teneriffa

Wiederholt gab es im Süden Teneriffas Hai-Alarm. Vor den Kanaren leben viele Hai-Arten. Alle Infos zum Thema gibt es hier. Nicht verpassen!

Kanaren-Haie

Die Gewässer rund um die Kanarischen Inseln gehören zu den artenreichsten Meeresregionen Europas. Weil der Atlantik vor Teneriffa, Gran Canaria und La Palma bereits wenige Kilometer vor der Küste mehrere tausend Meter tief abfällt, treffen hier küstennahe Lebensräume und offener Ozean unmittelbar aufeinander. Fachleute gehen von deutlich mehr als 30 Hai- und Rochenarten aus, die im kanarischen Archipel dauerhaft oder saisonal vorkommen. Die meisten davon bekommen Badegäste nie zu Gesicht, weil sie in der Tiefe leben, nachtaktiv sind oder weit draußen im Blauwasser jagen.

Welche Hai-Arten vor den Kanaren vorkommen

Zu den bekanntesten Vertretern zählt der Blauhai (Prionace glauca), ein schlanker Hochseehai, der vor allem im Sommer und Frühherbst gelegentlich bis in Küstennähe schwimmt. Ebenfalls dokumentiert sind Kurzflossen-Makos, Bogenstirn-Hammerhaie, Fuchshaie sowie verschiedene Katzen- und Dornhaie, die am Meeresboden leben. In den warmen Monaten werden vor El Hierro und im Mar de las Calmas immer wieder Sandtigerhaie beobachtet, die auf den Kanaren unter dem lokalen Namen Solrayo bekannt sind. Sehr selten verirren sich Walhaie oder Riesenhaie in kanarische Gewässer, beides Planktonfresser ohne Gefahr für den Menschen.

Der Engelhai als Symbolart des Archipels

Eine besondere Rolle spielt der Gemeine Engelhai (Squatina squatina). Die abgeflachte, rochenähnliche Art galt im Mittelmeer und im Ostatlantik lange als nahezu verschwunden. Die Kanarischen Inseln sind heute das weltweit wichtigste bekannte Rückzugsgebiet für den vom Aussterben bedrohten Engelhai. Forschungsinitiativen wie das Angel Shark Project dokumentieren Sichtungen in flachen Sandbuchten, oft in Schnorcheltiefe, und arbeiten mit Tauchbasen und Fischern zusammen. Die Art ist in spanischen Gewässern geschützt, Störungen und Fang sind untersagt. Taucher werden gebeten, Abstand zu halten und Beobachtungen an die Forschungsprojekte zu melden.

Wie gefährlich sind Haie für Badegäste

Zwischenfälle mit Haien sind auf den Kanaren ausgesprochen selten. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei gemeldeten Sichtungen nahe der Küste um orientierungslose, verletzte oder kranke Tiere, die von den Rettungsdiensten beobachtet oder zurück ins offene Wasser begleitet werden. Kommt ein Hai in Strandnähe, greifen dennoch klare Abläufe: Die Rettungsschwimmer holen die Badegäste aus dem Wasser, es wird die rote Flagge gehisst, und die zuständige Gemeinde gibt den Strand erst nach einer Beobachtungsphase wieder frei. Solche kurzfristigen Sperrungen gab es in den vergangenen Jahren unter anderem an Stränden im Süden Teneriffas und an der Playa de Las Canteras auf Gran Canaria.

Sichtungen richtig einordnen

Videos von Rückenflossen verbreiten sich in sozialen Netzwerken oft schneller als die Bestätigung durch Behörden. Nicht jede Flosse gehört zu einem Hai: Auch Mondfische, Delfine oder Grindwale werden regelmäßig verwechselt. Die kanarische Notrufzentrale 112 sowie die örtlichen Strandaufsichten sind die verlässlichsten Quellen. Wer selbst einen Hai sieht, sollte ruhig aus dem Wasser gehen, das Tier nicht bedrängen und die Beobachtung melden.

Schutz und Forschung

Haie sind für das ökologische Gleichgewicht im Atlantik zentral, gelten aber weltweit als stark gefährdet. Beifang in der Fischerei, Lebensraumverlust in Küstennähe und steigende Wassertemperaturen setzen den Beständen zu. Auf den Kanaren untersuchen Universitäten, Meeresschutzorganisationen und Bürgerwissenschaftsprojekte, wie sich Verbreitung und Wanderrouten der Arten verändern. Meeresschutzgebiete wie das Mar de las Calmas vor El Hierro oder geschützte Zonen vor Lanzarote und La Graciosa spielen dabei eine wichtige Rolle. In diesem Themenbereich bündeln wir Meldungen zu Sichtungen, Strandsperrungen, Forschungsergebnissen und Schutzmaßnahmen rund um Haie auf Teneriffa und den übrigen Kanarischen Inseln.